andersrum aufgeklärt

„andersrum aufgeklärt“ ist ein schwul-lesbisches Aufklärungsprojekt, dass in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene über homosexuelle Lebensweisen aufklärt.

Eine Aufklärungsveranstaltung wird in der Regel von einem paritätisch besetzten, zweiköpfigen Team durchgeführt, einer lesbischen Frau und einem schwulen Mann.
Ein solches externes Team bietet den Vorteil, dass die Jugendlichen oft zum ersten Mal bewusst einem Schwulen, bzw. einer Lesbe gegenüber stehen. Diese können Fragen zum Thema vor ihrem eigenen biographischen Hintergrund natürlich wesentlich authentischer beantworten, als dies ein Lehrer oder Gruppenleiter tun könnte. Zudem haben die Teilnehmer einer Aufklärungsveranstaltung hier die Gelegenheit ihr bisheriges Schwulen- und Lesbenbild an der Realität zu überprüfen, was oft erstaunliche Erkenntnisse mit sich bringt. Dann wird deutlich, dass „die Lesbe gar keine Männerhasserin ist“ und der Schwule „gar nicht so komisch spricht, wie die im Fernsehen“.

Das Ziel unserer Aufklärungsveranstaltungen ist es, schwul-lesbische Lebensweisen, deren Vielfalt, deren Normalität aber eben auch die Unterschiede zu heterosexuellen Lebensweisen aufzuzeigen und zu verdeutlichen. Wir wollen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz ausdrücklich NICHT von einer bestimmten Meinung überzeugen. Uns ist es wichtig, dass sich die Schüler aufgrund des Wissens, welches wir vermitteln eine eigene Meinung jenseits von Klischees bilden können.

Im Idealfall lernen die Teilnehmer dabei auch etwas über ihren Umgang mit den eigenen Gefühlen und darüber, dass „anders sein“ noch keine qualitative Aussage beinhaltet. Ein zentraler Bestandteil unserer Aufklärungsveranstaltungen ist daher immer die Frage „Wie will ich selber einmal leben?“ (auch jenseits der Frage sexueller Orientierung).